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"Wenn Sie die Kleinen nicht nehmen, dann werden sie eben ertränkt." So oder so ähnlich wird uns nicht selten gedroht. Es scheint noch immer Irrglaube herumzugeistern, das Ertränken oder Erschlagen der Katzenwelpen sei ein legitimes Vorgehen oder allenfalls ein Kavaliersdelikt. Nach dem Tierschutzgesetz - was offensichtlich von einigen Bürgern nicht so recht ernstgenommen wird - ist die Tötung eine strafbare Handlung. Im Strafrecht ist das Tier nicht als Sache zu bewerten. "Die Katze kastrieren? Das kostet doch!" Was den Tierschutz die Impfungen der Katzenwelpen, sowie die Behandlung gegen Würmer, Milben, Flöhe u.s.w. kosten fragt niemand und schon gar nicht, was die Kastrationen unzähliger wildlebender Katzen an Kosten verursachen. Katzen die sich unkontrolliert vermehren, auf Bauernhöfen, Campingplätzen, in Schrebergärten und Gärten. Dort finden sie vielfältige Unterschlupfmöglichkeiten. Spätestens dann, wenn größere Katzenpopulationen festgestellt werden, soll der Tierschutz helfen. Die Katzen einzufangen und sie zur Weitervermittlung aufzunehmen, ist für ältere Tiere keine Hilfe. Katzen, die längere Zeit in Freiheit gelebt haben, lassen sich kaum an häusliche Gemeinschaft gewöhnen. Sie sind scheu und ängstlich und immer auf eine Fluchtmöglichkeit bedacht. Solch ein Vorgehen ist mit dem Tierschutz nicht vereinbar. Diese Tiere sollten nach der ärztlichen Untersuchung und Kastration wieder in den gewohnten Lebensraum entlassen werden. Die weitere Versorgung ist nach Möglichkeit vor Ort sicherzustellen. Nur wirksame Fortpflanzungskontrollen wie die Kastration können weiteres Elend verhindern. Die sozialen Beziehungen der Tiere untereinander werden nach der Kastration stabiler, ruhiger und friedlicher. Mit der Abnahme der Streitigkeiten sinkt auch die Wahrscheinlichkeit sich mit einer Krankheit zu infizieren, da viele Krankheiten durch Biss übertragen werden. Auch das Setzen von Duftmarken durch Harnspritzen unterbleibt meistens. Wir kastrieren seit über neun Jahren freilaufende Katzen und Katzer und unterstützen Katzenhalter, die nicht in der Lage sind die Tierarztkosten aufzubringen. Immerhin kostet eine solche Kastration ca. 82,00 € bei einer Katze und bei einm Kater ca. 45,00 €. Die Tierärztekammer Niedersachsen ist peinlichst darauf bedacht, dass die Tierärzte selbst einem Tierschutzverein diese Kosten in Rechnung stellen. Um solche kostenträchtige Aktivitäten nachkommen zu können, sind wir auf die Spenden tierfreundlicher Mitbürger angewiesen. |
Nimmt man an, ein Katzenpaar bekommt im Jahr zweimal Nachwuchs und jeweils 2,8 Kätzchen pro Wurf überleben, dann ergibt das nach 10 Jahren über 80 Millionen Kätzchen!
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