|
Im März 1992, ich saß gerade mit meinem alten Kater "Herr Schröder" auf der Couch im Wohnzimmer und führte einige angeregte, etwas einseitige Unterhaltungen, als mich ein Hilferuf eines Mitgliedes des "Verein aktiver Tierfreunde" erreichte. Zum besseren Verständnis sollte ich mich
an dieser Stelle vielleicht erst einmal vorstellen. Ich heiße Elvira
Hemme, bin fast 49 Jahre alt und arbeite als gelernte Tierarzthelferin
in einer Kleintierpraxis in Celle. Natürlich bin auch ich aktives
Mitglied im Verein. "Wir haben ein großes Problem und brauchen
deine Hilfe" erklärte mir die Anruferin. "Eine Katzenmutter
ist überfahren worden und hat drei 10 Tage alte Katzenbabys zurückgelassen,
die vor Hunger jämmerlich schreien. Nirgendwo ist eine Amme aufzutreiben." Nach dem Füttern musste ich jedem einzelnen
mit einem feuchten Waschlappen das Bäuchlein massieren, was oben
hineinkommt, dass muss auch unten wieder raus. Von alleine klappt das
nicht, in der Natur ist dafür die Katzenmutter im ihrer Zunge zuständig.
Von dem ersten Wurf habe ich die kleine "Sophie"
(im Bild oben links" behalten, die anderen wurden an tierliebe Menschen
weitervermittelt. Unsere "Sophie" wird demnächst 4 Jahre
alt. Im Laufe der letzten Jahre habe ich viele, viele Katzenwaisenkinder
auf diese Art großgezogen. Einige von ihnen kommen heute noch zu
uns in die Praxis. Vor lauter Freude, mich wieder zusehen fauchen sie
mich an und schlagen mit ihren Krallen nach mir. Herzlichst Ihre Elvira Hemme Diese Geschichte wurde von Elvira Hemme im Jahre 1996 geschrieben. Sie ist heute immer noch aktives Mitglied und hat vielen kleinen Katzenkindern einen guten Start ins Leben ermöglicht. |